Demo für Frieden in Rojava

Kurdische Gemeinde in Euskirchen ruft zu Solidarität mit Rojava auf

Am 27. Januar versammelten sich über 200 Menschen in der Euskirchener Innenstadt, um ihre Unterstützung mit den Menschen in Rojava in Nordost-Syrien zu zeigen. Nach einer Kundgebung mit einigen Redebeiträgen am Alten Markt zogen die Teilnehmenden am Bahnhof vorbei durch die Innenstadt von Euskirchen. Gefordert wurden ein Ende der Angriffe auf Rojava sowie eine klare Positionierung der internationalen Gemeinschaft. Neben Rufen nach Freiheit für Rojava erklang auch der Ruf „Jin, Jiyan, Azadî,“ der übersetzt „Frau, Leben, Freiheit“ bedeutet. 

Unter den Demonstrierenden waren viele Familien mit ihren Kindern und auch viele junge Menschen, die gemeinsam dem strömenden Regen trotzten. Neben den Organisatoren, den Mitgliedern der Kurdischen Gemeinde, beteiligte sich auch die Partei Die Linke an der Demonstration. „Wir stehen fest an der Seite der Kurdinnen und Kurden,“ so Anne Decker, Sprecherin des Kreisverbandes. In seinem Redebeitrag forderte Florian Wünnenberg von der Linken eine klare Positionierung der deutschen Politik gegen die Angriffe auf die kurdische Selbstverwaltung. 

Viele derjenigen, die in Euskirchen bei der Demonstration mitliefen, haben Familie in den betroffenen Gebieten in Syrien. „Ich selber habe auch Familie dort und mein Volk so leiden zu sehen bricht mir das Herz,“ sagt eine junge Teilnehmerin. 

Auch in anderen Städten finden aktuell große Demonstrationen für Rojava statt - so fanden sich zuletzt 10.000 Menschen in Köln zusammen. Für Euskirchen war es eine der größten Demonstrationen der letzten Jahre.